Lyrik & Grafik

Renate Ai, Sigrid Bahrenburg, Anne Dück von Essen, Angelika Glaub, Hilke Helmich, Margareta Hihn, Christa Marxfeld-Paluszak, Michael Schildmann, Dieter Wendel
01. Dezember 2016 – Mai 2017
Ausstellungseröffnung 01. Dezember 2016, 19 Uhr

Neun künstlerische Mitglieder der Galerie Sezession Nordwest gestalten zum Ende des Jahres gemeinsam die Ausstellung „Lyrik & Grafik“. Initiatorin ist die teilnehmende Künstlerin Margareta Hihn, die schon seit Jahren Haiku, eine japanische Gedichtform, schreibt und diese mit Grafiken erweitert. Bei der Eröffnung am 01. Dezember rezitiert eine Schauspielerin des Stadttheaters Wilhelmshaven die Arbeiten.

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(c) Foto von Michael Schildmann. Fotografie zu einem noch unveröffentlichten Text der Künstlerin Ruth Schmidt-Stochausen: „Endlos der weite Strand, ich tauche ein in tiefe Bewusstseinsschichten, werde zu Welle, zum Sandkorn, zum Wind“

GEMEINSCHAFTSPROJEKT
Von Zeit zu Zeit stellen die KünstlerInnen der Wilhelmshavener Galerie Sezession Nordwest gemeinsam zu einem Thema aus. Zuvor waren es Projekte wie Vision Nordwest, 10 Jahre Sezession und Landschaft im Quadrat. Das diesjährige Gemeinschaftsprojekt trägt den Titel „Lyrik & Grafik“. Jeder Künstler und jede Künstlerin hält sich an das selbe Format, entscheidet sich für einen lyrischen Text und reagiert mit einer interpretatorischen Grafik darauf. In der Ausstellung werden diese Editionen, mit einer Auflage von 75 Stück, in Künstlermappen präsentiert und können käuflich erworben werden. Frau Dr. Adelheid Schönborn wird in die Ausstellung einführen und die Schauspielerin Sybille Hellmann wird die Gedichte rezitieren.

TEILNEHMENDE KÜNSTLER/INNEN
Renate Ai, Sigrid Bahrenburg, Anne Dück von Essen, Angelika Glaub, Hilke Helmich, Margareta Hihn, Christa Marxfeld-Paluszak, Michael Schildmann, Dieter Wendel

 

LYRIK UND GRAFIK
Lyrische Texte sind meist sehr bildhaft und malen sprachliche Gemälde. Der Dialog von Kunst und Lyrik erschafft besonders lebendige Geschichten und Bildwelten. Die Besonderheit dieses Kunstprojektes ist, dass der Ursprung der Arbeiten offengelegt wird, er ist kein Geheimnis, wie es doch so oft in der Kunst ist. Nicht das Bild ist die Grundlage für einen Text, sondern der Text die Grundlage für ein Bild. Das Werk lässt sich also als Ergebnis verstehen. Die Frage, ob es ein Ergebnis, eine Vollendung eines Kunstwerkes gibt, ist wohl nicht zu beantworten. So ist die Offenheit gegeben, die die Gruppenausstellung als Potential in sich trägt. Die Werke können als anschauliche Text-Bildkombinationen anerkannt werden, können aber auch auf die Ebene eines  zu interpretierenden Text-Bildpaars gehoben werden. So vollendet der Prozess wirkt, so viel Offenheit trägt er in sich. Die Werke werden erst einmal entblößt, um sich dann in ihrer eigenen Darstellungsweise wieder zu verhüllen. Die lyrischen Texte untergraben aber nicht das Interpretationspotential der Arbeiten, sondern erweitern es. Der Text errichtet einen Pfad, in den sich das gestalterische Werk einfügt und der den Betrachter an der Hand nimmt. Das Paar aus Lyrik und Grafik eröffnet neue Wege und führt den Betrachter wieder an sich kreuzende Gedankenpfade. So individuell der Betrachter mit den Werken umgehen kann, so tief lassen die Arbeiten in die Persönlichkeiten der KünstlerInnen blicken. Die Bilder sind ihre repräsentativen Darstellungen ihrer ganz persönlichen Interpretationen. Zudem treffen in der Ausstellung die verschiedensten Techniken und Bildsprachen der KünstlerInnen aufeinander, sodass ein breites Portfolio an künstlerischer Arbeit entsteht – ein guter Überblick über das Potential der regionalen Kunst.


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