Garten des Pythagoras

Anna Pennati
04. August 2016 – 30. August 2016
Ausstellungseröffnung 04. August 2016, 19 Uhr
Einführung und Begrüßung: Holger Barkowsky

Die Künstlerin Anna Pennati schafft in ihrer Ausstellung „Garten des Pythagoras“ Orte, in denen sich Bilder in elementare Formen auflösen. Farben und Formen, die zusammen wirken, Konturen, die Räume und Bewegungen schaffen und den Betrachter fordern, als wäre er selbst der Kunstschaffende. Pennatis Kunst ist wie eine Symphonie, die durch ihre vielen Teile zu einer Gesamtheit wird, in der im Zusammenspiel plötzlich Bildhaftes und Greifbares entsteht: Ein Orchester aus einfachen Formen, die zusammen figurativ werden können. Aus dem „Nichts“  entsteht plötzlich Leben.


AP Bohemian Alchemy 50x40
Bohemian Alchemy – Pennati

Anziehend und Abstoßend

So trifft in einem Werk, in der androidisch eine Frau dargestellt wird, ein stechendes violett auf ein grelles Gelb – Die Komplementärfarben ziehen sich an und stoßen sich gleichermaßen ab. Ist es ein Negativ? Glüht das Werk? Ist es gut oder böse?

Bewegung, Energie und genauso auch Statik bestimmen die Bilder und erzeugen einen Spannungsbogen zwischen Verwirrung und Klarheit. Wollen die Formen als einzelne Formen gesehen werden oder mögen sie sich aneinander zum Objekt fügen?


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Donna Pitagorica – Pennati

In Perfektion: Pythagoras

Weitere Werke der Ausstellung zeigen noch freiere Formen und Linien. Scharfe Konturen, klare Elemente sucht man hier vergeblich. Doch sie fügen sich ebenso symbiotisch zusammen. Fast mathematisch, wie im Satz des Pythagoras, passen die Formen aneinander und werden vollständig. Auch diese noch objektloseren Werke tragen das Ringen zwischen klar und unklar, gegenstandslos und gegenständlich mit sich. Es geht um Symbole und Klänge, Farben und Anordnungen die Atmosphäre schaffen. Einmal kommen die Formen und Symbole in den  Vordergrund, ein anderes Mal besticht die Farbgebung.


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Funny Baby – Pennati

New York, London, Mailand

Die Darstellung fast grafischer Elemente lässt sich in dem Lebenslauf der Künstlerin begründen. Nach ihrem Abschluss als Kunstlehrerin in Mailand kombinierte sie Malerei mit Grafikdesign und realisierte zahlreiche erfolgreiche Werbekampagnen für bekannte nationale und internationale Unternehmen. Ihr Lebensweg führte sich international fort. Sie nahm an der Artexpo in New York teil und arbeitete in London. In der englischen Hauptstadt entwickelte Pennati ihren Stil, der von den Kritikern als „Antwort des 21. Jahrhunderts auf die neue Figuration“ gelobt wurde. Noch immer ist sie in London mit ihrer Kunst präsent, lebt aber heute wieder in Mailand. Nun stellt sie eine Auswahl ihrer Werke mit dem Titel „Garten des Pythagoras“ vom 04. bis zum 30. August in den Räumen der Sezession Nordwest in Wilhelmshaven aus. Die schon zweite Pennati-Ausstellung in der Galerie wird am 04. August um 19 Uhr eröffnet.


AnnaPennati Mercurius 70x50
Mercurius – Pennati

 


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